St. Antony: Geschichte der 250 Jahre alten Eisenhütte

Die Geschichte der St. Antony-Hütte: Ein Wirtschaftskrimi.

Die St. Antony-Hütte in Oberhausen öffnet ihre Pforten. Hier liegt die Wiege der Ruhrindustrie, hier hat die Geschichte der Eisen- und Stahlindustrie im Ruhrgebiet bereits im Jahr 1758 ihren Anfang genommen.

Auf mehr als 225 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentiert das LVR-Industriemuseum 250 Jahre nach dem ersten Hochofenanstich im ehemaligen Direktorenwohnhaus spannend und unterhaltend die wechselvolle Geschichte der Hütte. Die Ausstellung liest sich phasenweise wie ein Wirtschaftskrimi der Frühindustrialisierung. Es gibt Täter und Opfer, Betrug und Konkurrenz. Auch vor Gewaltanwendung wurde nicht zurückgeschreckt. Und immer wieder fanden langwierige Verhandlungen vor Gericht statt.

Doch schließlich entstand die Gutehoffnungshütte (GHH), die im 19. und 20. Jahrhundert zu einem Weltkonzern heranwuchs. Heute ist die MAN AG Rechtsnachfolger der GHH. Somit ist die St. Antony-Hütte nicht nur die Wiege der Ruhrindustrie, sondern zugleich auch Keimzelle des heutigen Weltkonzerns MAN.

Die Ausstellung in den zehn Räumen des Kontor- und Wohngebäudes wird durch die seit Frühjahr 2006 durchgeführten Grabungen auf der gegenüber liegenden Straßenseite erweitert.

Hier kommen nach und nach massive Fundamente zum Vorschein. Die ersten Ergebnisse der Grabungen werden ebenfalls in der neuen Ausstellung präsentiert. Ein überdachter archäologischer Park wird im Jahr 2010 die kompletten Funde der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Öffnungszeiten:
DI - SO: 10 bis 17 Uhr

Eintritt: 3 Euro


Anschrift
Antoniestraße 32-34, 46119 Oberhausen

LVR-Industriemuseum
Tel: (02234) 9921-555
Fax: (02234) 9921-300
Internet: www.rim.lvr.de